Foto-Transferdrucke

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Manchmal muss man einfach etwas Neues ausprobieren, zumindest ging es mir vor einiger Zeit so, es sollte etwas experimentelleres sein als die „normale Fotografie“ und ich wollte endlich auch mal analoge Aufnahmen von früher einbeziehen. Schon seit längerem bin ich sehr fasziniert von der Foto-Transfertechnik, die Unperfektheit der Bilder und der bewusste Vintage-Charakter mit den deutlichen Abnutzungsspuren passt ganz gut zu meinen Motiven und so entstanden diese ersten Foto-Transferdrucke.
Das Prinzip ist eigentlich sehr einfach, dafür aber zeitaufwendig.

Man braucht im Wesentlichen nur drei Dinge:

Die Bildvorlage
einen spiegelverkehrten Ausdruck des Wunschmotivs von einem Laserdrucker auf normalem Kopierpapier (mit einem Tintenstrahlausdruck funktioniert es nicht und Fotopapier ist zu dick)
Den Leim
zur Übertragung des Bildes, “Foto Transfer Potch”, “Gel Medium” oder “Mod Podge”
(ich entschied mich nach längerer Recherche für „Mod Podge“ da er in vielen Foren für besser befunden wurde)
Übertragungsmaterial
worauf das Motiv transferiert werden soll. Die Technik lässt sich auf diversen Materialien anwenden, Holz, Glas, Keramik, Metall, Porzellan, Stoff und natürlich alle Papierarten, ich habe für diese ersten Versuche grobes Büttenpapier verwendet.

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Die bedruckte Seite des Bildausdruckes wird nun mit reichlich “Fotopaste” bestrichen und auf dem gewählten Material positioniert. Mit einer Walzrolle fährt man dann mittelkräftig und gleichmäßig über die Fläche um das Bild auf dem neuen Untergrund zu fixieren. Jetzt muss das Ganze eine Weile trocknen. Ich hab einfach bis zum nächsten Tag gewartet, aber man kann auch mit dem Fön nachhelfen.

Nun kommt der eigentlich aufwändigste Teil dieser ganzen Sache, das Abrubbeln des Papiers, was ein wenig Geduld braucht. Dazu befeuchtet man das Papier oder auch nur die Finger mit Wasser und reibt vorsichtig die oberste Schicht des Papiers ab. Zwischen dem Büttenpapier und dem Kopierpapier soll der Abdruck des Bildes entstehen, also nicht zu feste abreiben sonst löst man schnell zu große Teile des Motivs. Wenn nach dem Trocknen noch ein weißen Schleier über dem Bild liegt, ist das Papier noch nicht vollständig entfernt, also noch mal anfeuchten und vorsichtig weiter abrubbeln. Gerade das etwas Rauhe und Schroffe gibt dieser Technik ihren Charakter und fürs Erste bin ich mit den Ergebnissen ganz zufrieden.

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Wegen des großen Zuspruchs gibt es eine Verlängerung der
„II. Eyegenartigen Kunsttage“ in Köln bis zum 03.03.2017
Am Freitag den 03.03.2017 ab 18:00 seid ihr herzlich eingeladen zur Finissage
mit dem Duo Louise Banda Vocals / Didko Stanchev Gitarre
und einem Live Portrait Polaroid Painting mit André Böxkes.
Viele der ausstellenden Künstler werden anwesend sein.

Galerie Eyegenart | Rothehausstr.14 | 50823 Köln Ehrenfeld
https://brokatgrafik.wordpress.com/2017/01/14/die-eyegenartigen-kunsttage-gehen-weiter/

Öffnungszeiten: Di-Fr 17:00 bis 20:00 Uhr und nach Vereinbarung.
Galerie Eyegenart | Rothehausstraße 14 | 50823 Köln

 

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~ von Kathrin - 16. Februar 2017.

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